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Wild grillen:
Aus dem Wald frisch auf den Grill

Im Herbst hat Wild Hochsaison. Das dunkelrote Fleisch ist ein Naturprodukt mit aromatischem Eigengeschmack. Wenn die Tage kürzer werden, ist es an der Zeit, endlich wieder Wild zu grillen! Hier erfährst du, wie dir Hirsch, Reh und Wildschwein auf dem Weber Grill gut gelingen.

Wild ist ein hervorragender Grund, um im Herbst und Winter das Grillfeuer zu entfachen. Wir bei Weber grillen das ganze Jahr, am liebsten mit regionalen Produkten. Wenn du saisonal grillen magst, gehört Wild auf jeden Fall dazu. Die verwertbaren Teilstücke vom Wildfleisch heißen Wildbret. Besonders beliebt sind Rücken und Filet – übrigens zählen auch Hasen, Fasane und Wildenten zum Wild.

Wildbret verhält sich auf dem Grill ähnlich wie Rind, ist aber magerer und dadurch hitzeempfindlicher. Eine leichte Marinade hilft, dass das Fleisch nicht austrocknet.

Auf den Grillrost passen:

Und du kannst aus dem Wildbret auch vorzügliche Burger grillen.

Was gibt’s dazu? Als saisonale Beilage zum gegrillten Wild harmonieren Pilze, Wurzelgemüse, Maronen und ein knackiger Blattsalat. Im Herbst bietet sich natürlich auch Kürbis an.

Wild lebt wild – und das ist auch gut so!

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Wusstest du, dass Wild praktisch immer Bioqualität hat? Die Waldbewohner ernähren sich aus der Natur. Sie bekommen kein Mastfutter und keine Medikamente wie Antibiotika. Das Wildfleisch ist proteinreich und fettarm, zudem enthält es viele Mineralstoffe und Vitamine.

Wildtiere leben draußen in Freiheit und haben viel Bewegung. Es gibt in Deutschland keine Massenwildhaltung. Allerdings nimmt die landwirtschaftliche Produktion in Osteuropa und Übersee zu. Achte beim Kauf auf die Herkunft: Wild aus dem Supermarkt stammt häufig aus Gatterhaltung und nicht von freilaufenden Tieren. Kaufe möglichst direkt beim Jäger oder Förster und spezialisierte Fleischerfachgeschäfte haben ebenfalls Wildfleisch im Sortiment.
Essen wie vor 10.000 Jahren bedeutet Wild zu grillen, wie im Paleo-Style!

Die Hauptjagdsaison beginnt im Oktober und endet im Januar. Der Bestand der Wildtiere entscheidet darüber, ob und in welchem Umfang sie gejagt werden dürfen. Der Schuss des Jägers soll sofort tödlich sein. Das Tier muss nicht leiden und ist keinem Stress ausgesetzt.

So schmeckt Wild

  • Reh ist sehr zart, hat wenig Fett und überzeugt mit feinem Geschmack.
  • Hirschfleisch ist rotbraun gefärbt. Es schmeckt kräftiger als Rehfleisch und ist fettarmer als das vom Wildschwein.
  • Wildschwein hat ein herzhaft-würziges Aroma – ideal zum Grillen! Fleisch von Frischlingen und Überläufern (Jungtiere) schmeckt nicht so intensiv wie das vom ausgewachsenen Keiler.

Wild grillen mit Öl-Kräuter-Mantel

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Wildbret zeichnet sich durch seinen charakteristischen Eigengeschmack aus. Den wollen wir möglichst gut erhalten und nicht mit einer kräftigen Marinade übertünchen – weniger ist mehr.

Zu Wildgerichten passen die Klassiker Rosmarin und Thymian. Die Kräuter kannst du hacken und mit Olivenöl oder Rapsöl vermengen. Bedecke das Wildfleisch damit und lasse die Marinade drei bis vier Stunden abgedeckt im Kühlschrank einziehen. Eine halbe Stunde vor dem Grillen das Wildfleisch aus dem Kühlschrank nehmen und die Marinade behutsam abstreifen. Sonst siehst du vor lauter Flammen das Fleisch nicht mehr!

Wild grillen – besser langsam als schnell

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Wie beim Rindfleisch gibt es auch für Wild verschiedene Grillmethoden. Die Zubereitung ist relativ unkompliziert, aber: Wildfleisch wird schnell zäh. Du solltest Wild lieber langsam als schnell grillen.

Rehrücken wird schnell trocken. Wenn du dir die Zeit nehmen kannst, gare das Stück im Ganzen. Ansonsten kannst du auch Medaillons grillen, schneide sie aber nicht zu dünn. Bei Hirsch und Reh wollen wir einen rosa Kern, deshalb sollte die Kerntemperatur bei rund 53 Grad liegen, wenn Medium gewünscht ist.

So geht’s: Das Wildfleisch erst von beiden Seiten scharf anbraten, dann bei mittlerer Hitze am Rand oder eine Etage höher behutsam weitergaren. Den Grill nicht aus den Augen lassen und das Durchziehen mit einem Thermometer überwachen. Erst vor dem Servieren würzen. Wildschwein solltest du durchgaren, die Kerntemperatur beträgt dann mindestens 70 Grad.