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Rauchholz:
Heißes Aroma vom Grill

Räucherchips sorgen für den Extrahauch Rauch und eine Barbecue-Note der besonderen Art!

Kevin Kolman ist ein abenteuerlustiger Typ, besonders wenn es ums Grillen geht. Für eine Extraportion Geschmack setzt der leidenschaftliche Weber Grillmeister nicht nur auf das altbewährte Marinieren von Grillgut, sondern zieht für den besonderen Barbecue-Kick gerne auch Mal ein weiteres Ass aus der Profi-Grillschürze: Rauchholz!

Genau wie Gewürze lassen sich die verschiedenen Arten von Rauchhölzern beliebig und individuell zusammenstellen, um Grillspeisen geschmacklich zu veredeln.

Und so geht's: Das Rauchholz wird für ungefähr zwei Stunden eingeweicht. Anschließend kommen die feuchten Holzchips in den Smoker-Aufsatz deines Gasgrills. Falls du einen Holzkohlegrill besitzt, pack die Späne einfach direkt auf die Kohlen. Ein Kinderspiel!

Sollte dein Grill nicht mit einem entsprechenden Aufsatz ausgestattet sein, ist eine Räucherbox die perfekte Lösung für deinen Gasgrill. Also: Rauchholz einweichen, Aufsatz oder Box befüllen und schon kann’s losgehen!

Tipp:
Falls du keines dieser praktischen Grill-Gadgets besitzt, fülle einfach eine Tropfschale mit Rauchholz, decke sie mit einer Folie ab, die du zuvor mit Löchern präpariert hast, und platziere das Ganze auf deinem Grillrost.

Schließe die Abdeckung, lass die Holzspäne in aller Ruhe ihren aromatischen Rauch entwickeln und warte bis dieser aus dem Grill aufsteigt – bei einigen Sorten kann das gut und gerne 20 Minuten dauern.

Übung macht den Meister - das gilt auch für die Verwendung von Rauchholz. Eine gewisse Portion Experimentierfreude hat auf dem Weg zum Grillolymp noch nie geschadet. So ist zum Beispiel bei sehr scharfen Sorten wie Hickory stets Vorsicht geboten: zu viel davon kann schnell nach Lagerfeuer riechen!

Versuche nach Möglichkeit immer Hölzer zu kombinieren, die das Aroma der verwendeten Chips ergänzen. Anbieten würde sich beispielsweise das Holz der Erle, Kirsche, Apfel oder auch Pekan: Die süßliche Rauchnote ist nicht zu dominant und legt sich angenehm über dein Grillgut.

Je länger die Räucherphase, desto intensiver werden Geschmack und Farbe. Da überrascht es nicht, dass ein 10-Minuten-Steak im Vergleich zu einer vier Stunden gegarten Schweineschulter in puncto Raucharoma zwangsläufig den Kürzeren zieht.

Welche Geschmäcker sich gut ergänzen, haben wir hier für dich zusammengestellt:

Holz

Eigenschaft

Passt zu ...

Erle

Mild: sanfter Geschmack

Lachs, Schwertfisch, Stör, andere Fischsorten, Geflügel, Schwein

Apfel

Mild: leicht süßlich, voller Geschmack, fruchtig-rauchig

Rind, Federwild, Schwein (besonders Schinken)

Kirsche

Mild: leicht süßlich, fruchtig-rauchig

Geflügel, Federwild, Schwein

Birne

Mild: leicht süßlich, holzig

Geflügel, Federwild, Schwein

Hickory

Moderat: scharf, rauchig, Bacon

Schwein, Geflügel, Rind, Federwild, Käse

Ahorn

Moderat: mild rauchig, ein wenig süß

Geflügel, Gemüse, Schinken

Eiche

Moderat: stark aber angenehm; manchmal ein wenig säuerlich, vermischt sich hervorragend mit süßeren Hölzern

Rind (besonders Brustspitz), Geflügel, Schwein

Pekan

Moderat: Subtiler als Hickory, aber ähnlich im Geschmack, verbrennt kühl, daher ideal zum Kalträuchern

Schwein, Geflügel, Lamm, Fisch, Käse

*Holz-Übersicht aus Weber’s Smoke™ von Jamie Purviance