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Grill anzünden:
das Spiel mit dem Feuer

Damit der Grillabend nicht in einem Strohfeuer endet – wir verraten, wie du einen Holzkohlegrill richtig anzündest!

„Nur wer das Spiel mit dem Feuer nicht beherrscht, verbrennt sich die Finger”, sagte schon Oscar Wilde. Zwar bezog sich der große Schriftsteller wohl kaum aufs Grillen, aber das soll uns nicht weiter stören: Im übertragenen Sinne passt das Zitat auch zu diesem Ratgeber. Denn hier gibt’s die besten Tipps zum Thema Grill anzünden – fürwahr ein Spiel mit dem Feuer!

Grill anzünden

- Finger weg von Spiritus!

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Wenn du einen Gasgrill dein Eigen nennst – herzlichen Glückwunsch! Du kannst dir nämlich das Lesen dieses Artikels sparen. Wir widmen uns hier einer Frage, die fast so alt ist wie die Menschheit selbst: Wie zünde ich meinen Holzkohlegrill an?

Erste Entscheidung: Willst du Holzkohle oder Grillbriketts anzünden? Siehe dazu den entsprechenden Infokasten auf dieser Seite!

Egal, welches Material du wählst: Zunächst musst du es im Grill aufschichten. Ob du in diesem Schritt viel oder wenig Briketts oder Kohle verwendest, entscheidest du selbst. Eine kleinere Menge glüht schneller durch, reicht aber in der Regel nicht für einen Grillabend. Du musst also gegebenenfalls nachlegen.

Schichte die Kohle oder Briketts in Pyramidenform im Grill. In der unteren Hälfte des „Haufens” platzierst du den Grillanzünder. Im Handel bekommst du verschiedene Arten von Anzündern, beispielsweise feste Würfel und flüssiges Gel. Auch umweltfreundliche Varianten sind inzwischen verbreitet, etwa aus Kerzenwachs und Holzwolle. Nicht geeignet ist Zeitungspapier: Die Asche des Papiers wirbelt auf und landet dann auf dem Grillfleisch. Und: Spiritus und Benzin als Beschleuniger gehen gar nicht – es drohen Stichflammen.

Pusten, wedeln, fächeln

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Wenn es ans Befeuern geht, nimmst du am besten ein Stabfeuerzeug. Mit einem normalen Feuerzeug ist der Abstand zum Anzünder so gering, dass du dir schnell die Finger verbrennst.

Nach dem Anzünden lodern die Flammen solange, bis die Grillanzünder verbraucht sind. Zu diesem Zeitpunkt sollten die Kohlen teilweise schon glühen und von einer weißen Ascheschicht umhüllt sein.

Jetzt muss Sauerstoff an die Chose gelangen. Hier ist alles erlaubt: Du kannst pusten, mit den Armen wedeln, einen Blasebalg einsetzen oder sogar spezielles Zubehör wie einen Grillfön mit Handkurbel nutzen. Entscheidend ist eine beständige Sauerstoffzufuhr. Gerade, wenn du den Grill anzünden willst, ohne viel Rauch zu produzieren, ist es wichtig, dass viel Sauerstoff ans Brennmaterial gelangt.

In dem Moment, in dem die gesamte Kohle beziehungsweise alle Briketts glühen, kannst du das Fleisch auflegen.

Grill anzünden wie ein Profi

- mit dem Anzündkamin

Anzündkamin

Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich die sogenannten Anzündkamine – mit ihnen läuft das Anzünden des Grills schneller und bequemer ab.

Du befüllst den Kamin mit dem Brennmaterial deiner Wahl, also Holzkohle oder Briketts. Auf einen feuerfesten Untergrund, meist ist das der Grill selbst, legst du leicht brennbare Materialien wie einen Grillanzünder. Den zündest du an und stellst den Kamin darauf. Der Aufbau des Anzündkamins sorgt nun erstens für einen Kamineffekt (Hitze steigt schnell nach oben) und zweitens dafür, dass du bereits nach 15 bis 20 Minuten eine grillfähige Glut hast, die du vorsichtig (!) in den Grill umfüllst.

Zum Umschütten der Glut bitte Grillhandschuhe anziehen, da nicht nur der Griff heiß werden kann, sondern zudem Funkenflug entsteht.

Ebenfalls keinen großen Aufwand hast du mit elektrischen Grillanzündern, die mit einer Heizspirale ähnlich wie Tauchsieder funktionieren. Allerdings benötigst du für diese Geräte einen Stromanschluss.

Extra-Tipp: Lass den Grill nach dem Essen nicht einfach ausgehen, sondern nutze die noch glühende Kohle, um einen Feuerkorb anzuzünden. So kannst du den Grillabend in aller Ruhe ausklingen lassen!

Grillkohle oder Grillbriketts?

Grillkohle wie Grillbriketts haben jeweils Vor- und Nachteile. Mit Grillkohle kommst du in der Regel schneller an den Grill – nach circa 30 Minuten hat sich die Glut soweit ausgebreitet, dass du mit dem Grillen beginnen kannst. Dafür hält Grillkohle nicht sonderlich lange: Nach einer Stunde gibt sie kaum noch Hitze ab, und du musst nachlegen.

Mit Grillbriketts verhält es sich genau anders herum: Sie benötigen eine gewisse Anlaufzeit – du kannst nach 50 bis 60 Minuten das erste Stück Fleisch auf den Grill legen. Briketts erreichen nicht ganz die Hitze von Kohle, halten aber deutlich länger: Mit einer Ladung Briketts kannst du etwa drei Stunden lang grillen.

Übrigens: Du kannst durchaus Kohle und Briketts mischen! So erreichst du einerseits hohe Temperaturen, andererseits eine lang anhaltende Hitze.