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Schwedenfeuer:
Knisternde Atmosphäre
für deinen Grillabend

Urig, romantisch, rustikal: Ein knisterndes Schwedenfeuer schmückt jede Grillparty. Hier erfährst du, was du beim Aufstellen und Anzünden beachten solltest.

Warum heißt das Schwedenfeuer Schwedenfeuer? Der Legende nach haben schwedische Soldaten im 30-jährigen Krieg (1618 bis 1648) die gespaltenen, brennenden Baumstämme als Wärmequelle und Kochgelegenheit genutzt. Eine interessante Geschichte. Nur erklärt sie nicht, warum das Schwedenfeuer auch Finnenkerze oder Russische Baumfackel genannt wird ...

Auf jeden Fall verbreitet ein Schwedenfeuer 400 Jahre später bei Grillparties eine stimmungsvolle Atmosphäre – ganz unkriegerisch. Die notwendigen Utensilien kannst du kaufen oder auch selbst herstellen.

So findest du den richtigen Baumstamm fürs Schwedenfeuer

Fertig präparierte Stämme gibt es im Internet oder Baumarkt. Wenn du lieber ein selbstgemachtes Schwedenfeuer anzünden möchtest, gehst du folgendermaßen vor:

Als erstes benötigst du einen Baumstamm mit einem Durchmesser von 30 bis 60 und einer Höhe von 50 bis 100 Zentimeter. Wer ohnehin Brennholz für den Kamin zu Hause lagert, wird wahrscheinlich dort fündig, ansonsten einfach beim Schreiner oder im Holzhandel fragen. Am besten geeignet sind Nadelhölzer wie Kiefer, Tanne und Fichte. Das Holz sollte logischerweise nicht zu feucht sein. Aber auch nicht zu trocken, da es dann zu schnell verbrennt. Normalerweise hat ein Schwedenfeuer eine Brenndauer von mehreren Stunden.

Mit einer Säge, am besten einer Kettensäge, setzt du von oben zwei, drei oder vier senkrechte Schnitte, so dass sich der Stamm in vier, sechs oder acht Teile spaltet. Der Sägeschnitt sollte circa zehn Zentimeter vor dem unteren Ende des Stammes aufhören, damit das Schwedenfeuer beim Brennen nicht auseinanderfällt.

Schwedenfeuer anzünden: So geht‘s

Wer keine Säge zu Hause hat oder sich die Arbeit handwerklich nicht zutraut, fährt mit einem fertig gekauften Schwedenfeuer sicherlich besser. Das Anzünden funktioniert bei beiden Varianten gleich, nämlich mit normalem Grillanzünder.

Dazu legst du die Anzünder zunächst oben auf den Stamm und setzt sie in Brand. Wenn sie richtig brennen, kannst du das Schwedenfeuer anzünden, indem du die Anzünder mit einer Stange, einer Grillzange oder einem anderen länglichen Gegenstand ins Stamminnere schiebst.

Alternativ kannst du, statt zur Säge zu greifen, oben und seitlich jeweils ein Loch in den Stamm schneiden. Mit diesem Hochofenprinzip stellst du oben auf das Schwedenfeuer zum Beispiel eine Pfanne und bereitest weitere Leckereien abseits des Grills zu. Das gängige Schwedenfeuer mit den Kerben bietet sich dagegen fürs Grillen von Stockbrot an.

Und wie lange brennt ein Schwedenfeuer? Das hängt von der Feuchtigkeit des Holzes und der Größe des Stammes ab. Schwedenfeuer können eine Brenndauer von bis zu acht Stunden erreichen – und danach weiter nachglühen. Deshalb sollten sie am Ende der Grillparty gegebenenfalls gelöscht werden.

Was es sonst noch zum Thema Sicherheit zu beachten gibt, erfährst du hier:

Sechs Tipps für ein sicheres Schwedenfeuer

  • Ein Schwedenfeuer darf auf keinen Fall in geschlossenen Räumen angezündet werden – Vergiftungsgefahr!
  • Der Stamm muss senkrecht auf ebenem, feuerfestem Untergrund stehen.
  • Im Umkreis von vier bis fünf Metern sollten sich keine brennbaren Gegenstände befinden.
  • Wegen Funkenfluggefahr solltest du bei starkem Wind kein Schwedenfeuer anzünden.
  • Zur Sicherheit immer Löschhilfe in Griffweite bereithalten (Feuerlöscher).
  • Das Schwedenfeuer darf nie unbeaufsichtigt brennen. Am Ende des Abends immer restliche Flammen und Glut löschen.