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Grillen auf dem Räucherbrett:
Lass dein Fleisch über die Planke gehen!

Alles zum neuen Grilltrend, der deinem Grillgut eine unwiderstehlich rauchige Note verleiht!

Auf Piratenschiffen war es früher Usus, Verurteilte „über die Planke“ gehen zu lassen. Wer heute sein Grillgut auf die Planke schickt, hat etwas anderes im Sinn – nämlich höchsten Grillgenuss. Wir erklären, was es mit dem Räucherbrett auf sich hat und wie du damit arbeitest.

Grillen mit Räucherbrett:

Woher kommt es?

Klar, Würstchen, Steaks und Geflügel sind eine feine Sache. Zeitlose Klassiker, sozusagen. Aber manchmal überkommt uns der Drang, etwas Neues kennenzulernen. Bitte sehr: Probiere es doch mal mit einem Räucherbrett auf dem Grill. So bekommen Fisch und Fleisch ein einzigartig rauchiges Aroma, das seinesgleichen sucht.

Alles begann mit der Rotzeder. Die Ureinwohner der amerikanischen Pazifikküste nutzen das Holz des Baumes nicht nur für den Boots- und Hausbau, sondern garten auch Fisch auf Zedernholzbrettern. So konnten sie auf dem Zedernholz schonend grillen, ohne dass der Fisch direkt mit dem Feuer in Kontakt kam und verbrannte. Später entdeckten die Siedler die Methode und übernahmen sie. Das sogenannte Plank Grilling ist noch heute in Nordamerika – immer weit vorn, wenn es um Grilltrends geht – weit verbreitet.

Das Grillen auf der Planke bietet diverse Vorteile. Vom Holz gehen beim Garen aromatische Inhaltsstoffe auf das Grillgut über, was für einen einmaligen Geschmack sorgt. Zudem bleiben Fisch, Fleisch und Gemüse wunderbar zart und saftig, weil der Grillvorgang schonender ist. Das Räucherbrett schützt das Grillgut vor der großen Hitze der Flammen, davon profitiert empfindliches Grillgut wie Fisch und Meeresfrüchte besonders.

Welches Holz eignet sich?
Und welcher Grilltyp?

Im Prinzip lässt sich jedes unbehandelte Holz als Räucherbrett verwenden – mit Ausnahme von Kiefer, die zu harzig ist und einen unangenehmen Beigeschmack abgibt. Besonders bewährt haben sich Räucherbretter aus Zedernholz, Buche, Erle, Ahorn und der Walnussart Hickory.

Zur besseren Übersicht die folgende Auflistung:


  • Ahorn: milde, leicht süßliche Räucheraromen; für Schwein, Geflügel, Wild, Fisch

  • Apfel: milde, leicht süßliche Räucheraromen; für Schwein, Fisch, Gemüse, Meeresfrüchte

  • Buche: kräftige, würzige Räucheraromen; für Rind, Schwein, Fisch, Gemüse, Meeresfrüchte

  • Erle: feinwürzige Räucheraromen mit Kräuternote; für Rind, Schwein, Geflügel, Fisch (Lachs), Gemüse, Meeresfrüchte

  • Hickory: kräftige, würzige Räucheraromen mit leicht süßlicher Note; für Rind, Schwein, Lamm
  • Kirsche: milde, leicht süßliche Räucheraromen; für Schwein, Fisch, Gemüse, Meeresfrüchte

  • Zeder: würzige Räucheraromen mit Tannennadel- und Kräuternote; für Rind, Schwein, Geflügel, Fisch (Lachs), Gemüse, Meeresfrüchte

Der Handel hält eine große Anzahl an Räucherbrettern aus unterschiedlichen Holzsorten bereit. Wie immer beim Grillen gilt auch hier: Erlaubt ist, was schmeckt. Also teste dich ruhig durch verschiedene Sorten, bis du deinen persönlichen Räucherbrett-Favoriten auserkoren hast! Unsere favorisierten Sorten findest du in unserem Shop. Wenn du sowohl Fisch als auch Fleisch auf der Planke zubereiten möchtest, verwende separate Räucherbretter – der Fischgeschmack bleibt nämlich auf dem Brett haften und würde später den Fleischgeschmack beeinträchtigen.

Ob Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill, ob rund oder eckig – das spielt beim Grillen mit Räucherbrett keine Rolle. Wichtig ist eigentlich nur, dass der Grill über einen Deckel verfügt.

Und wie oft kannst du ein Räucherbrett verwenden? Die meisten Bretter stehen mehrere Einsätze durch; vorausgesetzt, du reinigst sie nach dem Einsatz ordentlich.

Grillen auf dem Räucherbrett:

die Anleitung

Bevor es endlich losgeht, musst du das Räucherbrett wässern. Und zwar für mindestens eine Stunde, in der die Planke vollständig von Wasser bedeckt ist. Kleiner Tipp: Das Wasser lässt sich je nach persönlicher Vorliebe aromatisieren – etwa mit Whisky, Bier oder Wein. Für die Zubereitung von Fisch kannst du ruhig etwas Meersalz ins Wasser geben.

Derweil heizt du den Grill auf mittlere Hitze (circa 200 Grad) vor. Nach dem Wässern das Brett kurz unter fließendem Wasser abspülen, abtropfen lassen und für ein paar Minuten auf den Grill legen – mit der rauen Seite nach unten. Wenn das Räucherbrett zu knacken beginnt, kann’s losgehen. 

Die oben liegende, glatte Seite vom Brett nun mit Öl bepinseln und mit etwas Meersalz bestreuen. Dann kommt das vorbereitete Grillgut auf das Räucherbrett und die ganze Chose auf den Grill. Je nachdem, was du grillst, dauert der Garvorgang bis zu 25 Minuten – etwa bei Lachs.

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Jetzt ist der Punkt gekommen, an dem du die herrlich saftige Köstlichkeit servierst – auch gern auf dem Räucherbrett selbst. Aber Obacht: Das Brett ist extrem heiß, daher immer eine feuerfeste Unterlage parat halten!

Die anschließende Reinigung ist simpel: Die abgekühlte Planke einfach mit heißem Wasser und einer Bürste abspülen, bei Zimmertemperatur abkühlen lassen. Auf keinen Fall Spülmittel verwenden – das zieht ins Holz ein. Und ein seifiger Geschmack ist nun wahrlich das Letzte, was uns beim Grillen vorschwebt.

So, und jetzt rauf mit Fisch und Fleisch auf die Planke – diese geschmackliche Erfahrung willst du nicht missen!